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06. August 2026
KI statt Recruiting? Wie unser neuer “Mitarbeiter” Marcel entstanden ist
Fachkräfte in der Softwareentwicklung zu finden, ist heute alles andere als einfach. Recruiting-Prozesse ziehen sich oft über Wochen oder sogar Monate – und selbst dann ist nicht garantiert, dass am Ende der passende Kandidat gefunden wird. Genau deshalb haben wir uns eine spannende Frage gestellt:
Was wäre, wenn wir einen neuen Mitarbeiter einfach selbst erschaffen?
Mit dieser Idee entstand unser KI-Assistent Marcel. Natürlich soll er keinen Entwickler ersetzen – vielmehr sehen wir ihn als digitalen Kollegen, der Routineaufgaben übernimmt, Prozesse beschleunigt und unser Team im Arbeitsalltag unterstützt. Das Besondere dabei: Marcel ist von Grund auf lernfähig. Mit jeder neuen Aufgabe, jedem Feedback und jeder Optimierung entwickelt er sich weiter und wird Stück für Stück zu einem wertvollen Teammitglied.
Den Anfang machte ein Linux-Rechner. Das lag vor allem daran, dass wir mit diesem Setup bereits gute Erfahrungen aus einem anderen Projekt gemacht hatten. Im Laufe der Entwicklung haben wir allerdings auch einige Vorteile einer Windows-Umgebung entdeckt. Unser Fazit: Beide Wege funktionieren – am Ende lohnt es sich, verschiedene Ansätze auszuprobieren und das Setup zu wählen, das am besten zu den eigenen Anforderungen passt.
Das Herzstück unseres Projekts ist OpenClaw. Das Tool erhält Zugriff auf den Rechner und kann dadurch eigenständig Dateien erstellen, Skripte schreiben und ausführen oder Konfigurationen anpassen. Dadurch kann Marcel nicht nur Aufgaben bearbeiten, sondern sich bei Bedarf sogar selbst kleine Werkzeuge erstellen, um effizienter zu arbeiten. Auch neue Einstellungen oder sogenannte Skills lassen sich so integrieren, wodurch der Assistent kontinuierlich dazulernt.
Damit nicht jede Aufgabe an ein kostenpflichtiges KI-Modell geschickt werden muss, bringt OpenClaw ein eigenes lokales Modell mit. Dieses übernimmt kleinere und einfachere Aufgaben direkt auf dem Rechner und spart dadurch Kosten. Für komplexere Fragestellungen setzen wir auf Claude. Über einen API-Schlüssel verbindet sich OpenClaw mit dem leistungsstärkeren Modell, sammelt alle relevanten Informationen und erhält Antworten, die anschließend entweder selbstständig ausgeführt oder an uns weitergegeben werden.
Natürlich wollten wir auch jederzeit mit Marcel kommunizieren können. Deshalb haben wir einen Telegram-Bot eingerichtet. Über diesen stellt unser KI-Kollege Rückfragen, informiert über abgeschlossene Aufgaben oder gibt Feedback. So fühlt sich die Zusammenarbeit tatsächlich oft wie ein Chat mit einem echten Kollegen an.
Ein weiterer Vorteil: Die Einrichtung von OpenClaw führt bereits durch viele dieser Schritte. Außerdem ist man nicht an Claude oder Telegram gebunden. Auch andere KI-Anbieter wie ChatGPT oder alternative Kommunikationswege, beispielsweise WhatsApp, lassen sich problemlos integrieren und individuell anpassen.
Unser erstes Fazit
War das Experiment erfolgreich? Ganz klar: Ja.
Schon heute erledigt Marcel einzelne Aufgaben in wenigen Minuten, für die wir selbst teilweise mehrere Stunden investiert hätten. Gerade bei wiederkehrenden oder zeitintensiven Arbeiten zeigt sich, welches Potenzial moderne KI-Assistenten bereits heute mitbringen.
Natürlich läuft noch nicht alles perfekt. Manche Ergebnisse müssen nachbearbeitet werden und bei komplexeren Aufgaben merkt man, dass Marcel noch Erfahrung sammeln muss. Aber genau das war von Anfang an Teil der Idee: Er ist kein fertiges Produkt, sondern ein lernfähiger Assistent, der mit jeder Aufgabe besser wird.
Marcel steckt schließlich noch in den Kinderschuhen. Doch schon jetzt zeigt er, wie KI den Arbeitsalltag sinnvoll unterstützen kann – nicht als Ersatz für unsere Entwickler, sondern als zusätzlicher Kollege, der rund um die Uhr einsatzbereit ist, nie müde wird und jeden Tag ein Stück dazulernt.
Wir freuen uns darauf, Marcel in den kommenden Monaten weiterzuentwickeln und sind gespannt, welche Aufgaben wir ihm als Nächstes anvertrauen können. Die ersten Schritte sind gemacht – und die Reise hat gerade erst begonnen.
Fachkräfte in der Softwareentwicklung zu finden, ist heute alles andere als einfach. Recruiting-Prozesse ziehen sich oft über Wochen oder sogar Monate – und selbst dann ist nicht garantiert, dass am Ende der passende Kandidat gefunden wird. Genau deshalb haben wir uns eine spannende Frage gestellt: Was wäre, wenn wir einen neuen Mitarbeiter einfach selbst erschaffen? […]
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